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Bildungspolitik - Fragen & Sorgen bleiben

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CDU-Isny diskutiert über die Veränderungen der Bildungspolitik

CDU-Veranstaltung vom Donnerstag, 20.09.2012 – Kleiner Saal „Kurhaus am Park“ – 20.00 Uhr

Zum Thema Bildung und Wissenschaft – Referentin: Stefanie Bürkle

Die Mitglieder des Orts- und Stadtverbandes der CDU-Isny trafen sich zur Jahreshauptversammlung. Die Neuwahlen bestätigten den Vorstand. Stadtverbandsvorsitzender ist weiterhin Georg Kronenwetter, stellvertretende Vorstände Dr. Alexander Sochor, Silvia Ulrich und Ferdinand Hofmann. Das Amt des Kassenwarts übernahm Karl Immler.

Nach den Wahlen standen die Veränderungen der Bildungspolitik, mit Blick auf die Isnyer Schullandschaft, im Zentrum der Veranstaltung,

Isnyer Bürger, unter ihnen auch Bürgermeister Rainer Magenreuter, nahmen mit Interesse daran teil.

Stefanie Bürkle, Vorsitzende des „Bezirksfachausschusses Bildung und Wissenschaft“ des Bezirksverbands Württemberg-Hohenzollern referierte und diskutierte mit den Teilnehmern die bildungspolitischen Umwälzungen, die die  Rot-Grüne-Landesregierung versucht hat auf den Weg zu bringen.

Es stellt sich die Frage, ob sich die eingeleiteten Vorhaben zum Nutzen und Wohl unserer Gesellschaft mit Blick auf die globalen Herausforderungen auswirken werden.

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ war und ist Leitmotiv der CDU!

Dies wird durch die Umorientierung im Bildungswesen durch die neue Landesregierung in Frage gestellt!

Die gymnasialen Strukturen von G8 werden durch Öffnungen zu G9 aufgeweicht. Das berufliche Schulwesen durch Streichung von Hunderten von Lehrerstellen in seiner Funktion als qualitätssteigernde Nahtstelle zur beruflichen Ausbildung gekappt.

Die Grundschulempfehlungen wurden degradiert. Sie sind Makulatur. Dem Elternwillen wird bei der Entscheidung, welche weiterführende Schule das Kind besuchen soll, absoluter Vorrang gewährt, mit der Konsequenz, dass durch fehlverstandene elterliche freie Entscheidung Überforderungen einzelner Kinder in gleicher Weise zu erwarten sind wie auch Qualitätseinbrüche in den weiterführenden Schulen, mit der weiteren Konsequenz, dass bisher gut funktionierende Haupt- und Werkrealschulstandorte auf diese Weise ausgeblutet werden.

Der Ideologie einer sozialen Gleichheit im Bereich Bildung folgt die Zielrichtung, das bisher gut funktionierende gegliederte Schulwesen gegen Gemeinschaftsschulen aufzulösen. Absolute Heterogenität gegen Förderung von Begabungen und Neigungen!

Zudem gibt es bisher keinerlei Konturen, die erkennen lassen, wie das groß angelegte Vorhaben umgesetzt werden soll. Es fehlen die Bildungspläne. Sie sind die zwingend notwendigen Wegweiser, die ein Auseinanderbrechen des Schulwesens zu kleinen Bildungsinseln, verstreut über die Fläche verhindern. Welche Bildungsinhalte und Kompetenzen werden in Eglofs angestrebt? Welche im Regierungsbezirk Stuttgart? Es fehlen wissenschaftlich begleitete, evaluierte Schulkonzepte. Es fehlen ausgebildete, fortgebildete Lehrer. Es fehlen unterrichtsbegleitende Materialien. Es fehlen von Seiten der Landesregierung vor allem Aussagen, wie schlussendlich die personelle Ausstattung aussehen soll und wie sich das auf die Personalkosten des Landes Baden-Württemberg auswirken wird. Nicht zuletzt: welche Aufgaben mit welchem Kostenvolumen werden auf die Kommunen herabgebrochen? Können sich alle Kommunen Schulraumerweiterungen wie in Eglofs (6,5 Mio. €) leisten, um dem bildungspolitischen Ziel der Landesregierung zu entsprechen?

Und dann bleibt noch die Fragestellung: werden sich die von der Landesregierung durchgesetzten Vorhaben positiv auswirken? Werden die Abnehmer, die Betriebe vom erhofften Bildungszugewinn profitieren?

In allen groß angelegten, wissenschaftlich fundierten Studien haben die Ergebnisse aufgezeigt, dass das Schulsystem Baden-Württembergs effektiv funktioniert. Nicht umsonst wurden in all den vorangegangenen Jahren Spitzenplätze, nicht nur im Vergleich zwischen den übrigen 16 Bundesländern testiert.

Die Diskussion, sachlich geführt, hinterließ Fragen und Sorgen.

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